grouncil

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Ein Filmchen zur Einführung in "grouncil"

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Ein zweites Filmchen zur Einführung in "grouncil"

FAQ: Häufig gestellte Fragen


Warum heißt die Seite "grouncil"?

Grouncil ist eine Wortneuschöpfung, im sogenannten englischen Neusprech. Es setzt sich zusammen aus "grassroot" und "council". Graswurzelebene (Basis) + Rat(sversammlung).


Was sind 7er-Gruppen?

7 bis 13 Erwachsene (evtl. auch ab einem Alter von 16), die sich zusammen politisch betätigen. Politisch heißt, dass sie für die kleinen und großen gesellschaftlichen Zusammenhänge Verantwortung übernehmen, und das je nach Möglichkeiten und Überzeugungen. Verantwortung heißt, dass sie sich informieren und daraus Konsequenzen ziehen und sie umsetzen. Die Zusammenhänge, in denen sie sich zusammenfinden, sind räumlich (Nachbarschaft), beruflich oder (zunächst?) ganz frei (z.B. Freundeskreis).
Die Gruppen wählen VertreterInnen, die zusammen wieder eine Gruppe von 7 bis 13 ergeben. Diese Gruppe ist dann also - traditionell ausgedrückt - den Gruppen übergeordnet, aus denen sie gewählt ist. Und so weiter. So kann sich eine basisdemokratische Gesellschaft aufbauen, die die derzeitige repräsentative Demokratie hinter sich lässt.


Sind die 7er-Gruppen eine politische Partei?

Sie haben kein Partei-Programm und kandidieren nicht für Wahlen. Sie verfolgen in ihrer Art aber etwas Ähnliches wie ein Programm. Nämlich Basis-Demokratie. Alles, was an der Basis gelöst werden kann, soll auch an der Basis entschieden und verfolgt werden. Wo die kleinen Einheiten überfordert sind, übertragen sie Kompetenzen (und Geld) an umfassendere Einheiten, zunächst einmal regionale.


Warum denn nochmal eine politische Gruppierung? Haben wir denn nicht schon genug Parteien und politische Organisationen, durch die alles abgedeckt ist oder in die man auch neue Ideen einbringen kann?

Die 7er-Gruppen wollen sich nicht ins bestehende System einordnen, weil sie eine andere Struktur der politischen Einflussnahme wollen. Man kann sich durchaus auch als Mitglied des 7er-Ansatzes in bestehenden Organisationen engagieren, muss sich aber bewusst sein, dass diese Organsiationen ein Mäntelchen sind, in den der laufende oder bereits gelaufene Entdemokratisierungs-Prozess gehüllt ist. Man läuft Gefahr, dort zu einer Demokratie beizutragen, die es nur noch zum Schein gibt (vgl. Aldous Huxley). Was man dort einbringt oder sogar stellenweise durchsetzt, wird dann bestenfalls zur Beruhigung der Menschen oder zur Befriedung mit dem System benutzt.


Soll das eine Rätedemokratie werden?

Insofern ja, da die Gewählten auch zwischen den normalen Wahlterminen (2 Jahre) abberufen werden können. Doch die gewählten Vertreter sind nicht an imperative Mandate (Beschlüsse von "unten") gebunden, um echte gemeinschaftliche Willensbildungsprozesse zuzulassen.


Können die Gruppen auch weniger oder mehr Mitglieder enthalten als 13?

Die Gruppen sind frei darin, wieviele Mitglieder sie haben. Es können weniger als 7 und mehr als 13 sein. Unter 7 können sie noch keine(n) Vertreter/in in die nächste Zusammenfassung (= Ebene) schicken, über 13 mehr als eine/n.


Wie sollen die 7er-Gruppen geografisch oder arbeitsbezogen geordnet werden?

Zunächst gibt es noch keine Ordnung. Wenn wir mehr werden, bietet sich die Organisation nach Ort oder Arbeit immer mehr an, so dass alltagsbezogener kooperiert werden kann. Dann können aus derzeitigen "mumble"-Treffen (Telefonkonferenzen über Internet) persönliche Treffen vor Ort werden.


Wie viele Ebenen sind vorgesehen?

Das ist noch ganz offen. Die Ebenen oder Zusammenfassungen von 7er-Gruppen bilden sich so lange "nach oben", wie der Bedarf entsteht. Sollte je die ganze Menschheit in solchen Gruppen erfasst werden, dann bedürfte es bei Vollbesetzung aller Gruppen mit 13 Mitgliedern 9 Ebenen, bei einer Minimalbesetzung mit je 7 Mitgliedern höchstens 12 Ebenen. Man darf aber schon annehmen, dass niemals alle (erwachsenen) Menschen in solche Gruppen gehen werden, so dass von weniger Ebenen ausgegangen werden kann.


Welche Aufgaben und Rechte haben die Ebenen bzw. Zusammenfassungen?

Aufgaben, die auf einer unteren Ebene erfüllt oder geleistet werden können, sollten dort geleistet werden. Komplexe Aufgaben, die einer hohen Spezialisierung und Technik bedürfen, werden nach "oben" übertragen. Über höhere Ebenen werden auch Risiken ausgeglichen, die kleinere Ebenen überfordern würden.


Was kostet die Teilnahme und/oder Mitgliedschaft in den Gruppen?

Sie kostet nichts. Wenigstens kein Geld. Aber sie kostet etwas Zeit. Einmal im Monat finden Treffen statt, entweder von Angesicht zu Angesicht oder über Internet (ähnlich einer Telefonkonferenz). Wer daran ohne Entschuldigung mehr als zweimal nicht teilnimmt, scheidet automatisch wieder aus.

Technisch laufen die Konferenzen derzeit über mumble, das auf jedem Betriebssystems eines Computers eingerichtet werden kann. Informationen werden zugeschickt, wenn man sich bei G.W.Kugler(at)web.de angemeldet hat.

Auch reine Telefonkonferenzen sind möglich.


Wie sollen Probleme von Sicherheit und Macht gelöst werden?

Das wird in jedem Fall demokratisch bestimmt. Intransparenzen (Undurchsichtigkeiten) sind dabei nur sehr kurzfristig tolerabel, etwa während laufender Ermittlungen.


Wie steht dieser Ansatz zu Gewalt?

In jedem Fall wird offensive Gewalt abgelehnt. Da die 7er-Gruppen die Bedeutung von Nationen verkleinern dürfte, würden sich territoriale Ansprüche auflösen. Defensive Gewalt ist wohl nötig, sowohl innen als auch nach außen.


Wie soll man sich einen Übergang von der derzeitigen repräsentativen Demokratie und dem Nationalstaat in solche Gebilde vorstellen?

Die 7er-Gruppen versuchen so viele Menschen in ihren Verbund zu integrieren wie möglich. Bis sie wegen ihrer Größe und Kontinuität beachtet werden müssen. Sollten die jetzigen Staaten von Krisen erschüttert werden, denen sie nicht mehr gewachsen sind, dann gäbe es mit den 7er-Gruppen bereits eine Struktur, die noch wichtigere Funktionen wahrnehmen könnte, als es die Gruppen für die Mitglieder bis dahin bereits tun.


In welche Lebensbereiche hinein sind solche Gruppen vorgesehen?

Das bestimmen die Menschen selbst.


Ist das demokratisch, wenn doch nur ein Teil der Bevölkerung einbezogen ist?

Ist es demokratisch, wenn Menschen durch ihr Kreuzchen bei der Wahl mitentscheiden, die sich unter der Zeit gar nicht ums Ganze kümmern, also auch nicht informiert sind?


Ist das nicht alles zu utopisch?

Menschen werden nie das Paradies erschaffen. Wichtig ist eine Richtung, die uns zusammenführt und Chancen für die Zukunft offen hält oder wieder öffnet.


Gibt es historisch Vorbilder?

Der Weg des Kreises (Manitonquat), Paris 1871, Russland 1905 und 1917, Deutschland (auch Österreich, Ungarn) 1918, Katalonien 1936, Swaraj von Mahatma Gandhi, Inclusive Democracy (Takis Fotopoulos), Community wealth building (USA), Graswurzelrevolution, Consejos Comunales (Venezuela, auch von Hugo Chávez unterstützt), auch hier, Rojava (Nord-Syrien), Zapatistas

Diese Vorbilder haben sich nicht immer vorbildlich verhalten. Sie sind in ihrer Organisation Vorbilder. Und nicht einmal darin müssen oder sollen sie kopiert werden. Sie sind aber Anregungen, wie es gehen könnte.