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Ein Filmchen zur Einführung in "grouncil"

Neue Seite der "Antiglobalisierungs-Organisation"

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Direktkandidaten-Initiative im Wahlkreis Bergstraße

Ein zweites Filmchen zur Einführung in "grouncil"

Programm


Unser Programm ist kaum vergleichbar mit dem Programm etwa von Parteien. Wir praktizieren unter uns schon jetzt eine andere Auffassung von Politik, wollen eine andere Struktur des politischen Alltags und der politischen Willensbildung. Wir streben also eine Strukturveränderung an. Die traditionellen Vorstellungen von Zielen sollen da alle aufgehoben sein, es sei denn sie operieren mit Gewalt. Rechte, Linke, Konservative, alle können ihren Platz in unseren Reihen haben, wenn sie sich unserer Streitkultur anpassen.

Es hat sich herausgestellt, dass unser Programm als ein Umgang untereinander und nach außen beinhaltet, das hier der Übersicht wegen grafisch dargestellt werden soll.

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Die inneren Kreise betreffen unseren Umgang miteinander, die äußeren unser Wirken nach außen. Das Innere geht vor. Das Äußere darf auf Dauer nicht fehlen, sonst werden wir eigenbrötlerisch, "egoistisch" bis sektenhaft. Wir bewegen uns also im Schwerpunkt unserer Beachtung und unserer Einflussversuche flexibel zwischen den Kreisen hin und her.

Ein solches Programm kann sich laufend verfeinern, lebt von unserer Erfahrung. Es steht nicht, sondern entwickelt sich fast automatisch, falls wir interessiert und aktiv bleiben.

Solidarische Lebensweise

Im Schnittfeld zwischen Innen und Außen steht die solidarische Lebensweise. Darunter ist folgendes zu verstehen:

Eine solidarische Lebensweise ist eine rücksichtsvolle Lebensweise. Sie berücksichtigt die Auswirkungen des eigenen Handelns, vor allem auch des Konsums auf nahe oder entfernte Menschen, etwa im globalen Süden, aber auch auf die Natur, auf die Zukunft der Erde. Nicht gesellschaftliches, wirtschaftliches Wachstum und persönlicher Komfort ist ihr Maßstab, sondern das Leben mit den Mitmenschen und mit der Natur, also eine gewisse Genügsamkeit, im Fremdwort: Suffizienz. Qualität kann sich auch in Zukunft steigern, weniger Quantität.

Es werden langlebige Produkte und Reparaturen bevorzugt, in Absetzung von einer Wegwerfgesellschaft. Fleischkonsum wird reduziert, weil er viel mehr Landschaft verbraucht als fleischlose Kost. Um lange Wege der Produkte zu verringern, wird wieder mehr Wert auf regional Angebautes und Hergestelltes gelegt.

Wenn man eine solidarische Lebensweise pflegt, unterstützt man sich vor Ort gegenseitig, um Ausdauer und Konsequenz zu fördern, aber auch erst durch die Anzahl der so lebenden Menschen einen nennenswerten Effekt zu erzielen. Durch diesen Kontakt wird man auch wieder aufmerksam auf Verleihen und Verschenken, also auf eine Welt, in der das Geld nicht mehr alles dominiert.

Im Bereich Sorge füreinander weist eine solidarische Sicht über unser Marktsystem hinaus: Sorge für Kinder, für Alte und Kranke, aber auch Unterstützung in Krisen bei Menschen in unserer Umgebung gehören nicht ins Wettbewerbs-System, gehören aber so geachtet und belohnt, dass die Helfenden gut davon leben können. Sie soll wieder personalisiert werden, wo sie es nicht mehr ist.

Eine solidarische Lebensweise wartet nicht auf Obrigkeit und umfassende Kontrolle, löst sich von Konkurrenz und Ausbeutung. Sie baut an einer Welt, in der wir von unten her miteinander und mit der Natur leben. Das ist ein anderer Reichtum als der der Menge und der Bequemlichkeit. Es ist der Reichtum der Verbindungen miteinander und mit der Natur.